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4. Klavierfest Berlin-Weißensee – im Geiste Liszts im Zeichen der Verwandlung

Pressebilder auf Anfrage

Berlin – Vom 20. bis 22. März 2026 fand im Festsaal des PETER EDEL das Klavierfest Berlin-Weißensee statt. In fünf unterschiedlich konzipierten Konzertformaten – drei Klaviersolokonzerten, einem Programm in besonderer Konzertatmosphäre sowie einem Familienkonzert – präsentierte sich die vierte Ausgabe des Festivals als vielstimmiger Resonanzraum. Im Zentrum stand Franz Liszts Idee der musikalischen Transformation, die sich in verschiedenen klanglichen und dramaturgischen Perspektiven spiegelte.

 

Franz Liszt erschien dabei als Komponist des Wandels: Sein Schaffen zeigt, wie musikalisches Material nicht nur bearbeitet, sondern in neue klangliche und expressive Dimensionen überführt werden kann – eine ästhetische Haltung von anhaltender Aktualität.

 

Den Auftakt gestaltete die künstlerische Leiterin Eri Mantani mit dem traditionellen Eröffnungskonzert. Ihr Soloprogramm war vollständig Franz Liszt gewidmet und lebte von markanten Kontrasten zwischen konzentrierter Verdichtung und virtuoser Expressivität. Im Zentrum stand Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 5 in Liszts Klaviersolofassung, in der sich innere Spannung und eruptive Geste eindrucksvoll verbanden.

 

Ein Familienkonzert am folgenden Tag ergänzte das Programm: Eine Geschichte von Angelika Laule-Dimmling verband die Lebenswelt heutiger Schulkinder mit märchenhaft-fantastischen Elementen. Kinder und Erwachsene verfolgten aufmerksam das Zusammenspiel von Erzählung und Klaviermusik. Die als Katze verkleidete Eri Mantani gestaltete die musikalische Ebene mit Werken von Frédéric Chopin und Franz Liszt und verlieh der Handlung zusätzliche emotionale Tiefe.

 

Am Abend setzte Katharina Treutler mit einem anspruchsvollen Programm einen weiteren Akzent. Liszt-Transkriptionen von Werken unter anderem von Johann Sebastian Bach, Richard Wagner und Franz Schubert sowie der Mephisto-Walzer Nr. 1 bildeten den Kern ihres Auftritts. Interpretatorische Klarheit, inhaltliche Durchdringung und technische Präzision prägten ihre Darbietung und ließen ihr künstlerisches Profil klar hervortreten.

 

Im kostenfreien Sonntagskonzert setzte Nikolas Jeroma auf einen bewusst offenen Zugang. In einer entspannten Atmosphäre zwischen Bar und Konzertsaal widmete sich das Programm dem Thema „Salonmusik in der Gegenwart“ und spannte einen Bogen von Chopin bis zu Radiohead. So entstand ein unmittelbares Konzerterlebnis, das durch stilistische Offenheit und Nähe zum Publikum überzeugte.

 

Den Abschluss gestaltete Florian Noack mit dem dritten Klaviersolokonzert. Neben Werken von Franz Schubert und Franz Liszt stand vor allem seine eigene Bearbeitung von Nikolai Rimski-Korsakows „Scheherazade“ im Mittelpunkt. Mit feinem Gespür für die originale Klangwelt und einer eigenständigen pianistischen Handschrift übertrug er die orchestrale Dimension auf das Klavier und zog das Publikum in eine dichte Klangwelt hinein. Damit fand das Festival einen kraftvollen und atmosphärisch geschlossenen Ausklang.

 

Die nächste Ausgabe des Klavierfests Berlin-Weißensee ist für den 12. bis 14. März 2027 geplant und wird die künstlerische Entwicklung des Festivals konsequent fortführen.

 

 

Veranstaltung

 

Das Klavierfest Berlin-Weißensee wird vom gleichnamigen in Berlin-Weißensee gegründeten Verein organisiert -  von Einheimischen für Einheimische. Das Ziel des Festivals ist es, unter einem jährlich wechselnden Thema zu einem erschwinglichen Preis hochwertige Veranstaltungen der klassischen Musik anzubieten. 

 

 

Verein

 

Der 2022 in Berlin-Weißensee gegründete gemeinnützige Verein Klavierfest Berlin-Weißensee e. V. ist gleichzeitig der Urheber und Veranstalter des Festivals, welches die kulturelle Vielfalt und das Angebot hochwertiger Veranstaltungen Berlin-Weißensees nachhaltig bereichern soll.

 

 

Pressekontakt

 

Klavierfest Berlin-Weißensee e. V.

Stefan Wastl, 1.Vorsitzender